Waldspaziergang mit Landesumweltminister Johannes Remmel
 
  Informationsveranstaltung zur Phantasialand-Erweiterung,
am Donnerstag, den 26. April 2012, um 17.30 Uhr,
Treffpunkt: Parkplatz Schnorrenberg - gegenüber Nußbaumweg
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Download: Anfahrt
   
 

2000 Unterschriften gesammelt!

 

Die Initiative 50TausendBäume konnte innerhalb von nur vier Wochen rund 2000 Unterschriften sammeln. Auf dem Postweg erhielten wir etwa 500 Unterschriften, der Großteil wurde an vier Samstagen und bei eisiger Kälte in der Innenstadt von Brühl gesammelt. Zusammen mit unserer Stellungnahme wurden sie an die Bezirksregierung geschickt. Am Freitag, den 10. Februar 2012 kam das 3 Kilogramm schwere Paket bei der Bezirksregierung an.

Wir danken allen herzlich, die unserem Aufruf gefolgt sind und Stellungnahmen verfasst sowie in Eigeninitiative Unterschriften gesammelt haben. Des Weiteren bedanken wir uns für die großzügigen Spenden.

Berichterstattung Rundschau vom 14. Februar 2012
   
  Eine Auswahl an Stellungnahmen
  Bernward Münster, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Mettfelder Straße 1, 50996 Köln, Telefon: 0221-3403340
  Initative 50Tausend Bäume
  Hans und Gertrud Altenweg
  attac Brühl
  Dr. Joachim S. Riemer
  Norbert Frechen
   
  Aktueller Sachstand:
  Das Beteiligungsverfahren zur "Phantasialanderweiterung" endete am 10. Februar 2012. Die aktuellen Unterlagen zum Verfahren können unter folgendem Link aufgerufen werden.
  http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk
   
  Ansprechpartner für dieses Verfahren finden Sie unter folgendem Link:
  http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk
   
 

In der Regionalratssitzung am 14. Oktober 2011 fasste der Regionalrat Köln mit Mehrheit der Fraktionen von CDU, SPD und FDP den Erarbeitungsbeschluss zur Erweiterung des Freizeitparks Phantasialand. (s. Abbildung unten)

In der Zeit vom 9. Januar bis 10. Februar 2012 lagen die Pläne zur Erweiterung in der Bezirksregierung Köln, in der Kreisverwaltung in Bergheim und in Brühl öffentlich aus. Die so genannten „Träger öffentlicher Belange“ (Behörden, Naturschutzverbände, Gewerkschaften etc.), die im Anhang des Umweltberichts (s.u.) aufgelistet sind, wurden im Rahmen des Verfahrensablaufs zur Regionalplanung aufgefordert, ihre Stellungnahmen an die Bezirksregierung zu schicken. Aber auch die Öffentlichkeit d.h. private Personen durften zu den Plänen schriftlich Stellung beziehen (s. Organigramm zum Verfahrensablauf der Regionalplanung; Ablauf des Regionalplanungsverfahrens.).

Hintergründe zu den Diskussionen und Gesprächen der vergangenen Monate finden Sie in der Presseberichterstattung dokumentiert (s. Aktuelles/Presse und Leserbriefe).

 
  Umweltbericht 2011
  Resolution gegen Westalternative D (Rhein-Erft-Rundschau, 26-10-2011)
  Argumente für den Erhalt von Naturflächen in Brühl (Rheinland)
   
  Die Initiative 50TausendBäume
 

Hintergrund für die Entstehung der Bürgerinitiative 50TausendBäume sind die Erweiterungspläne des Freizeitparks „Phantasialand“ in den Naturpark Rheinland. Mit einer Flächenerweiterung möchte der Betreiber den Freizeitpark zu einem von der Stadt Brühl unabhängigen Freizeitzentrum (Hotel- und Gastronomiebetriebe, Geschäfte, Sportanlagen, Theater und Open-Air Arena etc.) und Kurzurlaubsziel ausbauen. Zu diesem Zweck soll ein 30 Hektar (300 000 Quadratmeter) großes Gelände in Anspruch genommen werden. Ein etwa 50 000 Bäume umfassender Buchen-Mischwaldbestand, einschließlich eines Naturschutzgebiets, und mehrere Gewässer, die einen Schutzstatus nach § 62 Landschaftsgesetz NRW genießen, wären von den Plänen betroffen.

   
  Waldville
 

Auf dem schmalen Höhenzug der Ville zwischen Brühl und Erftstadt wurde fast 100 Jahre Braunkohle abgebaut. Tagebaue, Abraumkippen und Brikettfabriken bestimmten das Bild der Landschaft, die einst von einem geschlossenen Laubwald bedeckt war. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgte die erste landschaftliche Wiedereinbindung einer Bergbaufolgefläche, ohne dass auf nennenswerte Erfahrungen zurückgegriffen werden konnte. Was als Pionierarbeit begann, gilt heute weltweit als beispielhaft für eine erfolgreiche und vorbildliche Rekultivierung.
Aus dem ehemaligen rheinischen Südrevier hat sich ein abwechselungsreiches Wald-Seen-Gebiet von hohem ökologischem Wert entwickelt, das zudem vielfältige Funktionen erfüllt. Vor allem die aus Tagebraugruben hervorgegangen 40 Seen, alten Entwässungsgräben und Kleingewässer tragen zur Steigerung des umfangreichen Artengefüges bei. Obwohl Wälder ihre optimale Reife erst mit 200 Jahren erlangen, weist die Waldville mit ca. 80 Jahren als zukünftiger Lebensraum für weitere Tier- und Pflanzenarten bereits jetzt ein hohes Entwicklungspotential auf. Zu Recht wurde daher ein Teilbereich der Rekultivierung in das europäische NATURA 2000 Schutzgebietssystem aufgenommen.  Einen wesentlichen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung trägt der Landesbetrieb Wald und Holz NRW durch seine naturnahe und nachhaltige Waldbewirtschaftung.
Dieser Umstand und die Tatsache, dass in der Waldville standorttypische Baumarten gefördert werden sowie die geographische Lage des Waldgebiets tragen in hohem Maße dazu bei, die Klima-Bilanz in der Stadt Brühl positiv zu beeinflussen.

Mittlerweile hat sich die Waldville zu einem wichtigen Ziel für Naherholungssuchende aus dem gesamten Rhein-Erft-Kreis, Kölner und Bonner Raum etabliert. Aufgrund ihrer Historie und Attraktivität ist das Villegebiet als wesentlicher Bestandteil des Projekts RegioGrün, der Entwicklung des dritten Kölner Grüngürtels, vorgesehen.
   
  Förderverein
 

Die Initiative 50TausendBäume möchte ihr Engagement für den Schutz der Waldflächen des Naturparks Rheinland intensivieren, wobei der Einsatz gegen die geplante Erweiterung des Unternehmens Phantasialand weiterhin höchste Priorität einnimmt. Daher wurde vor kurzem der gemeinnützige „Förderverein für die Initiative 50TausendBäume“ ins Leben gerufen, der jetzt - da alle bürokratischen Hürden genommen wurden - seine Arbeit aufnehmen kann.

Nachdem die Initiative in der Vergangenheit viel Aufmerksamkeit weit über die Grenzen des Rhein-Erft-Kreises hinaus erregt und mehr als 7000 Unterschriften innerhalb kurzer Zeit für den Erhalt der Waldflächen des Naturparks Rheinland gesammelt hatte, wurde uns bewusst, welch hohen Stellenwert das Thema Umwelt- und Naturschutz für viele Bürger hat. Besonders dann, wenn es die Bürger unmittelbar selbst betrifft. Aus dieser Erfahrung heraus entschlossen wir uns, unsere Bemühungen zu verstärken und unsere Arbeit zu professionalisieren. Mit Hilfe des Fördervereins soll das dafür notwendige finanzielle Polster geschaffen werden.

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