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Übersichtskarte, heutiger Zustand |
Übersichtskarte, gewünschte Erweiterung |
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Einleitung
In NRW - als wichtiger Industriestandort und bevölkerungsreichstes Bundesland - kommt dem Schutz und Erhalt natürlicher Flächen eine besonders große Bedeutung zu, sowohl ökologisch als auch als Freizeitangebot.
Weitläufig geschlossene Wälder sind nicht nur effiziente O2 - Produzenten (eine 100jährige Buche erzeugt
3 Millionen Liter Sauerstoff pro Jahr), sondern auch wichtige Speicher für Treibhausgase, wie CO2, das in gebundener Form in der Biomasse eingelagert wird. In Siedlungsnähe fördern Waldregionen den Luftaustausch und dienen zudem als Filter für Luftschadstoffe (z. B. Feinstaub). Der Boden von großflächigen Waldgebieten ist in der Lage enorme Wassermengen bei starken Niederschlägen aufzunehmen und das Sickerwasser durch seine mechanische, chemische und biologische Filterwirkung zu reinigen.
Als Naherholungsgebiete für den täglichen Spaziergang, Familienausflüge, Sport und Wanderungen, aber auch als Orte für Umweltbildung haben unsere Wälder im Alltag einen hohen Stellenwert eingenommen. |
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Naturpark Rheinland
In Deutschland existieren 93 Naturparke, von denen sich 14 in NRW befinden. Diese großräumigen Areale bestehen überwiegend aus Landschafts- oder Naturschutzgebieten und lassen sich aufgrund ihrer landschaftlichen Voraussetzungen touristisch und ökonomisch nachhaltig nutzen, wobei der besondere Charakter der jeweiligen Kulturlandschaft erhalten werden soll.
Die Hälfte des 1045 km² umfassenden Naturparks Rheinland besteht aus Landschaftsschutzgebieten, etwa 8% des Areals stehen unter Naturschutz- und ca. 7% sind als Fauna-Flora Habitat Gebiete ausgezeichnet.
Neben der vielfältigen Landschaft mit Wäldern, Seen, Flüssen, Vulkan- und Bördelandschaften, beherbergt der Naturpark mit den beiden Barockschlössern „Augustusburg“ und „Falkenlust“ Weltkulturerbe.
Aber das Herz des Naturparks ist der im Norden gelegene Höhenzug der Ville, ein rekultiviertes Bergbaugelände mit 30 – 75 Jahre alten Mischwäldern und mehr als 40 Seen. |
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Problematik
Das vom Freizeitpark „Phantasialand“ für seine Erweiterungspläne beanspruchte Gebiet befindet sich in der Ville und umfasst ein 30 ha großes Gelände mit ca. 50 000 Bäumen. Die in diesem Gebiet gelegenen Seen „Forsthausweiher“ und „Stiefelweiher“ genießen einen Schutzstatus als gesetzlich geschützte Biotope nach § 62 Landschaftsgesetz.
Mit der Erweiterung plant der Freizeitpark eine ganzjährige Inbetriebnahme mit einer Zunahme der Besucherzahl auf 2,6 Millionen.
Folgen
- Gesteigerte Belastung durch Klimagase und Luftschadstoffe
- Eröffnung eines Lärmkorridors in Richtung nördlicher und östlicher Wohnbebauung
- Flächenverbrauch und Flächenversiegelung (Zunahme der Wasserabflussmenge in den tiefer gelegenen Gebieten)
- Landschaftszersiedlung
- Beeinträchtigung des Ökosystems und der Biodiversität
- Erhöhter Anfall von Abwasser
- Erhöhter Ressourcenverbrauch (Energie, Wasser etc.)
- Erhöhtes Müllaufkommen
- Beeinträchtigung des Landschaftsbildes
Flächen für Ausgleichsmaßnahmen sind im Brühler Gebiet nicht vorhanden. Außerdem würde eine Neuanpflanzung Jahrzehnte benötigen, um die Qualität und Kapazität des jetzt bedrohten Waldgebietes zu erreichen. |
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Ziel der Bürgerinitiative 50TausendBäume
Schutz des Naturparks durch Aufklärung & Sensibilisierung der Öffentlichkeit.
Nähere Informationen erhalten Sie unter |
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