Aktivitäten

Hier stellen wir Ihnen einige unserer Aktionen vor:

People's Climate Summit

Emissions- und Biodiversitätsgutschriften - Der Handel mit dem schlechten Gewissen

Klimagipfel

 

Emissionsgutschriften lenken vom eigentlichen Problem ab und sind ungerecht. Der Handel mit dem schlechten Klimagewissen ist so umstritten wie populär: Ob Busfahrt, Druck einer Broschüre oder Wochenend-Reise zu exotischen Zielen, sie alle werden als 'klima-neutrale' Variante angeboten, für ein paar Euro extra. Die Flugindustrie verspricht, ab 2020 'kohlenstoff-neutral' wachsen zu wollen. Das erspart die Debatte um wirkliche Transformation.

 

Seit 15 Jahren beschäftigt sich die Biologin Jutta Kill mit den Folgen rund um den Handel mit Emissions- und Biodiversitätsgutschriften. In ihrem Workshop, den sie Anfang November im Rahmen des alternativen Klimagipfels in Bonn im Gustav-Stresemann-Institut anbot, wurden theoretische Widersprüche erarbeitet, und anhand von Beispielen aufgezeigt, warum der moderne Ablasshandel nicht nur kein Klimaschutz ist, sondern auch neue Ungerechtigkeit produziert.

 

Ein anschauliches Beispiel dafür, wie der Handel mit Biodiversitätsgutschriften funktioniert, ist die geplante Erweiterung des Brühler Freizeitparks in das Naturschutzgebiet Ententeich hinein. Frau Kill bot den Vertretern der Initiative 50TausendBäume die Gelegenheit zu erklären, welche Maßnahmen als Ausgleich für den Eingriff in den Villwald geplant sind. So zieht der Freizeipark, aufgrund fehlender Flächen von geeigneter Qualität für eine Kompensation, Biodiversitätsgutschriften in Betracht, die er von einem Energiekonzern erwerben könnte. Der Vorgänger genau dieses Konzerns hatte im vorigen Jahrhundert den Villewald als Ausgleichsmaßnahme für den Tagebau rekultiviert.

 

Der Handel mit solchen Gutschriften hat sich inzwischen zu einem lukrativen Geschäft entwickelt. Manche Unternehmen spezialisieren sich darauf, Flächen aufzukaufen, um sie anschließend ökologisch aufzuwerten. Ein Investor kauft dann von diesem Dienstleister die Ersatzmaßnahmen in Form von Biodiversitätsgutschriften, ohne selber geeignete Flächen suchen zu müssen.

 

Die etwa 40 Teilnehmer diskutierten noch lange nach Abschluss des Workshops auf den Fluren des Gustav-Stresemann-Instituts über den Ablasshandel mit der Natur.

Wind der Veränderung

Immer weiter wohin wachsen wollen?

Wind der Veränderung

 

Im Vorfeld der Weltklimakonferenz diskutierten Kulturschaffende am 2. November in Brühl mit der Diplom-Biologin Doris Linzmeier (Initiative 50TausendBäume) und dem Diplom-Meteorologen Volker Ermert (Gartenwerkstatt Ehrenfeld e.V.) über die Frage, ob Wirtschaftswachstum, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz miteinander vereinbar sind. Die Gesprächsteilnehmer kamen schnell zu dem Schluss, dass Wirtschaftswachstum immer mit Ressourcenverbrauch verknüpft ist und eine Deregulierung der Märkte sehr schnell zu einem sozialen Ungleichgewicht führt. Mechanismen, wie der globale Emissions - und Biodiversitätshandel, die angeblich darauf abzielen, den Klimagas-Ausstoß zu neutralisieren beziehungsweise den Flächenverbrauch zu kompensieren, haben versagt. Darüber hinaus sind die Folgen dieser Maßnahmen, die oftmals in Ländern des globalen Südens umgesetzt werden, für die einheimische Bevölkerung existenzbedrohend.

 

Während Frau Linzmeier von der Politik ein zukunftsweisendes Konzept und weniger Einflussnahme durch wirtschaftliche Interessen fordert, geht Herr Ermert noch einen Schritt weiter. Er unterstützt die Thesen des Umweltökonomen Niko Paech, der ein Wirtschaftssystem beschreibt, dass sich durch Wachstumsrücknahme auszeichnet. Die Versorgung des menschlichen Bedarfs ist nach Meinung von Herrn Paech nicht auf Wirtschaftswachstum angewiesen.

 

Die offenen Ateliergespräche sollen fortgeführt werden.

Umweltschutz mit langem Atem

Zehn Jahre Initiative 50TausendBäume

Einladung- Umweltschutz mit langem Atem

 

Am 10. Juni 2017 feierte die Initiative 50TausendBäume im Begegnungszentrum MargaretaS in Brühl bei Kaffee und Kuchen ihr zehnjähriges Bestehen. Besucher konnten sich an diesem Tag ein Bild von der Arbeit und den Zielen der Umweltaktivisten machen. Verschiedene Exponate, wie Bilder und Protestschilder, aber auch die Ausstellung „Green Economy – Was kostet die Welt?“, waren zu sehen.

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GREEN ECONOMY – Was kostet die Welt?

 

Green Economy – Was kostet die Welt?

 

Oktober/November 2016. - Green Economy zielt darauf ab, eine sozial- und umweltverträgliche Wirtschaft zu schaffen, die trotzdem auf Wachstum ausgerichtet ist. Ist das möglich? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Ausstellung der Initiative 50Tausend Bäume „Green Economy – Was kostet die Welt?“.

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Gardemann unterstützt Engagement für den Umwelt- und Naturschutz

 

Aktion Gardemann

 

August 2015. - Die Initiative 50TausendBäume in Brühl bekam Unterstützung von der Gardemann Arbeitsbühnen GmbH: Das Unternehmen stellte eine Lkw-Arbeitsbühne zur Verfügung. Sie ermöglichte es den engagierten Umwelt- und Naturschützern, hoch über einem Parkplatz am Rand des Ville-Walds bei Brühl/Rheinland ein massives Holzschild anzubringen (Foto). Dort macht es auf die Initiative aufmerksam. Diese setzt sich für den Schutz des Staatswalds und der Naturschutzgebiete im Rhein-Erft-Kreis ein. Unter anderem beleuchtet sie die vielfältigen Aspekte des nachhaltigen Umgangs mit Natur und Umwelt im Rahmen einer Kooperation mit der Universität zu Köln/Fachrichtung Umweltwissenschaften und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW. – Selbstverständlich wurden die beiden „tragenden“ Buchen beim Aufhängen des Schilds nicht verletzt. Dafür sorgen vier kräftige, um die Baumstämme gelegten Manschetten.

Internationale Teilnehmer der Cologne Summer School besuchen den Ville-Wald

 

Cologne Summer School

Juli 2015. - Einmal im Jahr lädt die Universität zu Köln Studierende aus aller Welt und aus verschiedenen Fachrichtungen zur Cologne Summer School nach Köln ein. Das Organisationsteam um Victoria Busch, zuständig für internationale Kooperationen, Professor Kirk Junker von der juristischen Fakultät, sowie Professorin Shamita Kumar, Bharati Vidyapeeth University in Pune, Indien, legte den diesjährigen Schwerpunkt auf die folgenden Themen: urbane Grünflächen, öffentlicher Personennahverkehr und Abfall-Management. Im Rahmen der Veranstaltung besuchten 30 Studierende aus 13 Ländern unter anderem auch den Ville-Wald. Die Diskussion um die geplante Erweiterung des Freizeitparks spiegelt den klassischen Konflikt zwischen wirtschaftlichen Interessen und Naturschutzbelangen wider. Die Exkursion gehörte zu dem Themenkomplex "urbane Grünflächen" (Urban Green Spaces).

Mehr zum Thema: In eine grüne Zukunft - von Eva Schissler.
Kölner Universitätsmagazin: 4/2015

Mahnmauer - Wir machen Zirkus um 50.000 Bäume!

 

Eine Mahnmauer zum Thema Naturverlust wurde am Samstag, den 24. September 2011 auf dem Markt in Brühl aus Baustellwänden errichtet. Auf einer Länge von 30 Metern konnten Bürger ihrer Kreativität freien Lauf lassen und die Mahnmauer mit Fotos, Bildern sowie Texten gestalten. Es wurden vor allem lokale Umweltthemen aufgegriffen. Denn globaler Umwelt- und Naturschutz ist nur dann effizient, wenn er auf lokaler Ebene beginnt. Daher beschloss die Initiative 50TausendBäume an diesem Tag, den Vorwurf ihrer Kritiker als Motto der Veranstaltung zu nehmen:
Wir machen Zirkus um 50. 000 Bäume!

 

Presse

Protest gegen Erweiterungsplan
Rhein-Erft Rundschau 26.09.2011

Wald-Labyrinth in der Innenstadt von Brühl

 

 

Die Initiative 50TausendBäume, die sich seit 2007 für den Erhalt des Ville-Waldes einsetzt, hat am Samstag, den 18. Juni 2011 ihren Beitrag zum "Jahr des Waldes" geleistet. Ein etwa 50 m² großes Wald-Labyrinth wurde auf dem Markt in Brühl aufgebaut. Hier präsentierte die Initiative ihre Aktionen aus den vergangenen Jahren und ergänzte die Dokumentation mit Fotos und Exponaten aus dem Wald. Ziel der Veranstaltung war es, auf die Bedeutung unserer natürlichen Lebensräume aufmerksam zu machen und die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Engagements hervorzuheben.

Künstler und Naturschützer setzen Symbole für bedrohte Bäume

Kunstaktion von Gabriele Vorbrodt, Fredrik Erichsen und der Initiative 50TausendBäume    

Die fortschreitende Zerstörung der tropischen Regenwälder erhitzt die Gemüter, doch wenn es um die Bewahrung der heimischen Natur geht, sind die Reaktionen nicht so eindeutig. Es scheint so, als sei die Natur vor der jeweils eigenen Haustüre weniger wichtig.

Doch wer die Natur global bewahren möchte, muss auf lokaler Ebene damit anfangen. Auf die große Bedeutung von lokalen Umweltschutzprojekten machte deshalb eine Aktion am 23.10. 2010 aufmerksam.

 

 

Gabriele Vorbrodt: „Die Dimension der Zahl 50.000 soll über diese Aktion greifbarer und fühlbarer werden. Wie groß diese Zahl ist, wenn man für jeden einzelnen Baum auch nur einen einzigen Strich setzen will, konnte man heute miterleben.“

Begehung mit Sven Giegold (MdEP) 26.09.2009

 

Beschreibung des bedrohten Areals anhand einer KarteAbschließende Worte und Zuspruch von Sven Giegold

Fredrik Erichsen und die Initiative 50TausendBäume waren zu Gast in Berlin

 

Am 16. Dezember 2008 organisierte die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen eine Vernissage zu der die Initiative „50TausendBäume“ und das Aktionsbündnis „Bäume am Landwehrkanal“ geladen waren.

Die während einer Aktion im Rahmen der Cop 9 entstandene Collage des Künstlers Fredrik Erichsen wurde vor dem Fraktionssitzungssaal feierlich enthüllt.

http://www.gruene-bundestag.de
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Demonstration am 8. September 2008 vor dem Rathaus Brühl

 

Rote Auenschilder der Aktionsgemeinschaft Contra Godorfer HafenDemonstrierende BürgerJohannes Krautkrämer während seiner Ansprache: „Der Wald gehört allen“Hildegard Breidenbach überreicht  die mehr als 7000 Protestunterschriften an den Bürgermeister.

 

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden dem Bürgermeister der Stadt Brühl mehr als 7000 Protestunterschriften in Kopie überreicht. Der Regionalrat der Bezirksregierung Köln erhielt wenige Tage später die Originale. Johannes Krautkrämer, zu diesem Zeitpunkt Pfarrvikar in Brühl, ging in seiner Ansprache auf die jahrtausendealte Beziehung des Menschen zu den Bäumen ein und betonte, dass der Wald dem Bürger gehöre und nicht für privatwirtschaftliche Zwecke zerstört werden dürfe.