Initiative 50TausendBäume

Die Initiative 50TausendBäume setzt sich aus engagierten Bürgern zusammen, deren ursprüngliches Ziel der Schutz des Villewaldes im Rhein-Erft-Kreis (NRW) war. Mittlerweile steht auch die zunehmende Bedeutung des Erhalts und der Entwicklung urbaner Natur- und Waldlandschaften im Zentrum unseres Interesses. Der Initiative steht ein gemeinnütziger Förderverein zur Seite.

Luftbilder 2007/2011 Luftbilder Erweiterung 2011


Die Erweiterungspläne des Freizeitparks "Phantasialand" führten 2007 zur Gründung der Initiative in Brühl. Der Betreiber des Vergnügungsparks beabsichtigt, das Unternehmen zu einem Freizeitzentrum und Kurzurlaubsziel auszubauen. Die ursprüngliche Erweiterungsvariante sah eine Inanspruchnahme von 300.000 Quadratmeter Staatswald vor, der etwa 50.000 Bäume umfasste. Der Name der Initiative lässt sich auf diese ursprüngliche Variante zurückführen.

Bei diesem Waldbereich handelt es sich um einen Buchen-Mischwaldbestand, einschließlich eines Naturschutzgebiets und mehrerer Feuchtbiotope, die einen Schutzstatus nach § 62 Landschaftsgesetz NRW genießen.

Die Entstehung dieses Waldgebiets ist eng mit der wirtschaftlichen und historischen Entwicklung des Rhein-Erft-Kreis verbunden. Das Gebiet wurde in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Pionierarbeit rekultiviert und gilt heute als Beispiel für eine vorbildliche Wiedereingliederung einer Bergbaufolgelandschaft. Die heutigen Seen und Entwässerungsgräben sind ein Zeugnis des fast 100-jährigen Braunkohleabbaus.

Der Staatswald in Nordrhein-Westfalen macht nur 13 Prozent der gesamten Waldfläche in diesem Bundesland aus. Ein wesentlicher Punkt des Koalitionsvertrages zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen in NRW ist der Erhalt und die Vermehrung des Staatswalds. Trotz der wiederholten Aussagen des Landesumweltministers Johannes Remmel, keinen Staatswald zu verkaufen, versuchten große Teile der Politik - mit Ausnahme der Grünen - die ambitionierten Erweiterungspläne des Freizeitparks durchzusetzen, obwohl Fachleute und eine breite Öffentlichkeit sich dagegen aussprachen.

Auch die aktuell zur Diskussion stehende Planung, bei der 180.000 Quadratmeter überplant werden sollen, umfasst immer noch 150.000 Quadratmeter Staatswald. Überdies steht dieser Bereich unter Naturschutz. Im Osten des Unternehmens soll Landschaftsschutzgebiet aufgehoben werden, um Erweiterungsflächen zur Verfügung zu stellen. Zur Gewinnmaximierung eines Privatunternehmens ist die Politik bereit, Allgemeingut zu opfern.

Unsere Ziele:

1. Schutz des Villewaldes
2. Sensibilisierung für den Schutz von Wald und Naturflächen, insbesondere in Ballungsräumen
3. Betonung des gesellschaftlichen Engagements